Nach einer Zeit der Dunkelheit im Mondzyklus beginnt der Mond endlich wieder, seine Merkmale zu offenbaren. Für Sterngucker, die wieder Kontakt zum Nachthimmel aufnehmen möchten, bietet der heutige Abend eine perfekte Gelegenheit, die frühen Phasen eines neuen Zyklus zu beobachten.
Heutige Ansicht: Der zunehmende Halbmond
Seit Montag, dem 20. April 2026, befindet sich der Mond in seiner Phase des zunehmenden Halbmondes. Laut NASA werden derzeit nur etwa 11 % der Mondoberfläche von der Sonne beleuchtet.
Obwohl eine Sichelphase subtil erscheinen mag, bietet sie einzigartige Beobachtungsmöglichkeiten:
- Mit bloßem Auge: Suchen Sie nach den dunklen Flecken, die als Mares Crisium (Meer der Krisen) und Mare Fecunditatis (Meer der Fruchtbarkeit) bekannt sind. Dabei handelt es sich um große, dunkle Basaltebenen auf der Mondoberfläche.
- Mit einem Fernglas oder einem Teleskop: Sie können viel höhere Details erreichen und möglicherweise den Endymion-Krater entdecken, der sich entlang des Terminators befindet – der Linie, die die helle und dunkle Seite des Mondes trennt.
Blick nach vorn: Der Weg zum Vollmond
Der Mond nimmt derzeit jede Nacht an Licht zu, während er sich durch seine Umlaufbahn bewegt. Wer auf einen hellen, voll erleuchteten Himmel wartet, muss noch etwas warten. Der nächste Vollmond wird voraussichtlich am 1. Mai stattfinden und damit den Beginn eines Monats markieren, in dem es zwei Vollmonde geben wird.
Den Mondzyklus verstehen
Um zu verstehen, warum der Mond seine Form ändert, ist es wichtig zu erkennen, dass der Mond kein eigenes Licht erzeugt; es spiegelt lediglich die Sonne wider. Da der Mond die Erde ungefähr alle 29,5 Tage umkreist, verändert sich unsere Perspektive auf seine beleuchtete Hälfte ständig.
Während wir immer die gleiche Seite des Mondes sehen, sind die „Phasen“ einfach ein Ergebnis davon, wie viel von der sonnenbeschienenen Seite von unserem Standpunkt auf der Erde aus sichtbar ist. Der Zyklus folgt acht verschiedenen Phasen:
- Neumond: Der Mond steht zwischen der Erde und der Sonne, wodurch seine sichtbare Seite dunkel ist.
- Zunehmender Halbmond: Ein dünner Lichtstreifen erscheint auf der rechten Seite (in der nördlichen Hemisphäre).
- Erstes Viertel: Genau die Hälfte des Mondes erscheint beleuchtet.
- Wachsing Gibbous: Der größte Teil des Mondes ist beleuchtet, aber er hat noch nicht die volle Beleuchtung erreicht.
- Vollmond: Das gesamte Gesicht des Mondes ist sichtbar und vollständig beleuchtet.
- Waning Gibbous: Der beleuchtete Teil beginnt von der rechten Seite her zu schrumpfen.
- Drittes Viertel: Die gegenüberliegende Hälfte des Mondes (die linke Seite) ist beleuchtet.
- Abnehmender Halbmond: Ein letzter dünner Streifen bleibt übrig, bevor der Zyklus auf einen Neumond zurückgesetzt wird.
Hinweis für Beobachter: Die „zunehmenden“ Phasen beziehen sich auf das Wachsen des Mondes im sichtbaren Licht, während „abnehmende“ Phasen sich darauf beziehen, dass das Licht abnimmt.
Zusammenfassung: Der heutige Abend bietet einen subtilen, aber lohnenden Blick auf einen zu 11 % beleuchteten zunehmenden Halbmond, der als erster sichtbarer Schritt in einem Zyklus dient, der am 1. Mai in einem Vollmond gipfeln wird.




























