NASA beschleunigt Rückkehr der ISS-Besatzung inmitten eines nicht näher bezeichneten medizinischen Notfalls

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Aufgrund eines medizinischen Problems bei einem Besatzungsmitglied hat die NASA beschlossen, die vier Astronauten früher als geplant an Bord der Internationalen Raumstation (ISS) zurück zur Erde zu bringen. Diese am Mittwoch bekannt gegebene Entscheidung führte auch dazu, dass ein geplanter Weltraumspaziergang, der die Station für eine neue Solaranlage vorbereiten sollte, auf unbestimmte Zeit verschoben wurde.

Situationsübersicht

Der Zustand des betroffenen Astronauten ist Berichten zufolge stabil, die NASA hat jedoch keine weiteren Einzelheiten zur Krankheit bekannt gegeben. Die Besatzung besteht aus den amerikanischen Astronauten Mike Fincke und Zena Cardman, der Astronautin Kimiya Yui von der Japan Aerospace Exploration Agency und dem Roscosmos-Kosmonauten Oleg Platonov. Das Team traf am 2. August 2025 für eine sechsmonatige Mission auf der ISS ein, und ihre vorzeitige Rückkehr stört den typischen Rotationsplan der Besatzung.

Auswirkungen auf den ISS-Betrieb

Dieser Schritt ist für ISS-Operationen höchst ungewöhnlich, die auf vorhersehbare Besatzungswechsel angewiesen sind, um kontinuierliche Forschung und Wartung aufrechtzuerhalten. Obwohl die NASA noch keinen festen Rückflugtermin bekannt gegeben hat, deutet die Entscheidung darauf hin, dass die medizinische Situation ernst genug ist, um einen beschleunigten Abflug zu rechtfertigen.

Die ISS beherbergt derzeit weitere Astronauten – darunter Christopher Williams von der NASA und die russischen Kosmonauten Sergey Kud-Sverchkov und Sergey Mikayev –, die mit einem separaten Sojus-Raumschiff ankamen, bei dem es im November zu einem Zwischenfall mit der Startrampe kam. Diese Überschneidung sorgt für eine gewisse operative Flexibilität, aber der vorzeitige Abgang von Crew-11 wirft immer noch Fragen zur Personalausstattung und zur Forschungskontinuität auf.

Was passiert als nächstes?

Die NASA prüft Optionen, einschließlich eines früheren Endes der Mission von Crew-11, und wird in Kürze einen geplanten Rückflugtermin bekannt geben. Der Start von Crew-12 ist weiterhin für Mitte Februar geplant, der Zeitplan könnte jedoch durch unvorhergesehene Umstände beeinträchtigt werden.

Diese Situation unterstreicht die inhärenten Risiken von Langzeit-Raumflügen, bei denen selbst geringfügige medizinische Probleme große betriebliche Änderungen auslösen können. Die ISS ist auf präzise Planung angewiesen, und Abweichungen wie diese zeigen die dringende Notwendigkeit einer schnellen Anpassung an die unerbittliche Umgebung des Weltraums.