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Uraltes Reptil gehört zu den ersten Landtieren, die Pflanzen fressen

Ein neu entdecktes Fossil, Tyrannoroter heberti, enthüllt eines der ersten Landlebewesen, das sich pflanzlich ernährte. Dieses Tier lebte vor etwa 307 Millionen Jahren und war ein Pionier der Pflanzenfresser, was einen bedeutenden Wendepunkt in der Entwicklung des Lebens auf der Erde markierte. Die Entdeckung stellt die bekannten Ursprünge des Pflanzenessens bei Wirbeltieren in den Hintergrund und gibt Aufschluss darüber, wie sich frühe Tetrapoden an eine neue Nahrungsquelle angepasst haben.

Der Aufstieg der Pflanzenfresser an Land

Bereits über 100 Millionen Jahre, bevor Wirbeltiere an Land kamen, hatten sich Pflanzen als dominierende Lebensform etabliert. Die ersten Landtiere waren zunächst auf einander angewiesen, um sich zu ernähren, doch das ungenutzte Potenzial der Vegetation war unvermeidlich. Tyrannoroter ist einer der ersten, der diese Ressource nutzt, mit speziellen Zähnen und Kiefern, die für die Verarbeitung von Pflanzenmaterial konzipiert sind.

„Dieser Fund zeigt, dass Experimente mit Pflanzenfressern viel früher begannen als bisher angenommen und bis zu den frühesten vierbeinigen Tieren zurückreichen“, erklärt Arjan Mann, Evolutionsbiologe am Field Museum in Chicago.

Einzigartige zahnmedizinische Anpassungen

Forscher verwendeten hochauflösende CT-Scans, um den Schädel von Tyrannoroter zu analysieren. Die Scans zeigten eine Reihe von Knochenplatten, sogenannte Zahnbatterien, auf dem Gaumen und im Unterkiefer. Diese Strukturen hätten zusammengearbeitet, um zähe Pflanzenfasern zu zermahlen – ein Merkmal, das später bei Dinosauriern und anderen Pflanzenfressern beobachtet wurde.

Das Tier selbst war relativ klein, etwa 10 Zoll lang, und gehörte zu den Pantyliden, einer Gruppe früher Tetrapoden, die mit den Vorfahren der Reptilien und Säugetiere verwandt waren. Paläontologen haben den Schädel aus einem versteinerten Baumstumpf in Nova Scotia, Kanada, ausgegraben.

Nicht streng vegan

Während Tyrannoroter wahrscheinlich Pflanzen konsumierte, war er wahrscheinlich kein strenger Vegetarier. Die Forscher vermuten, dass es seine Nahrung möglicherweise durch Insekten oder andere Arthropoden ergänzt hat, sofern diese verfügbar waren. Tatsächlich könnte die Entwicklung von Zahnbatterien ihren Ursprung in einer Möglichkeit haben, die Exoskelette von Insekten zu zerkleinern, bevor sie in Pflanzenmaterial umgewandelt werden.

Die Eingeweide der Tetrapoden könnten auch durch die insektenbasierte Ernährung ihrer Vorfahren auf die Verdauung von Zellulose vorbereitet worden sein, was den Übergang zur Vollzeit-Pflanzenfresserei einfacher macht.

Die Zeitleiste neu schreiben

Eine weitere Untersuchung anderer Pantylidenproben ergab ähnliche Zahnstrukturen, darunter eine, die 318 Millionen Jahre alt ist. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich die Pflanzenfresser unter den frühen Tetrapoden nach ihrem Übergang an Land schnell entwickelten.

„Diese Entdeckungen liefern direkte Beweise, die frühere Zeitpläne in Frage stellen, und zeigen, dass verschiedene pflanzenfressende Formen schnell nach der ersten Besiedlung des Landes durch Wirbeltiere entstanden.“

Das Tyrannoroter -Fossil bietet einen entscheidenden Einblick in die Ernährungsumstellungen, die das frühe terrestrische Ökosystem veränderten. Es unterstreicht, wie schnell sich das Leben anpasst und diversifiziert, selbst angesichts neuer ökologischer Möglichkeiten.

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