Der Surrey Wildlife Trust hat eine große Spendeninitiative gestartet, die darauf abzielt, den Rückgang der lokalen Artenvielfalt umzukehren. Mit einem Ziel von 40.000 £ beabsichtigt die Wohltätigkeitsorganisation, Wohngebiete – einschließlich Gärten, Straßen und öffentliche Räume – in miteinander verbundene Korridore umzuwandeln, die es der Tierwelt wieder ermöglichen, zu gedeihen.
Das Problem: Fragmentierte Landschaften und rückläufige Arten
Die Initiative kommt zu einem kritischen Zeitpunkt für die Ökologie der Region. Jahrzehntelang hat die städtische und vorstädtische Entwicklung unbeabsichtigt „Lebensinseln“ geschaffen, die durch weite Strecken unwirtlichen Territoriums getrennt sind.
Laut einem Bericht des Trust aus dem Jahr 2017 ist ein Drittel der Arten in Surrey stark rückläufig. Einige Tiere, wie der Wendehals und der Baummarder, sind im Landkreis bereits vollständig verschwunden. Dieser Verlust wird durch mehrere miteinander verbundene Faktoren verursacht:
– Schlecht geplante Entwicklung, die natürliche Lebensräume aufbricht.
– Der übermäßige Einsatz von Pestiziden, der die Insektenpopulationen dezimiert.
– Der Aufstieg „steriler“ Außenräume, wie zum Beispiel gepflegte Rasenflächen, die Bestäubern und Säugetieren kaum oder gar keine Nahrung oder Schutz bieten.
Wenn Lebensräume getrennt werden, haben Arten wie Igel, Frösche und Mauersegler Schwierigkeiten, Nahrung, Partner und einen sicheren Durchgang zu finden, was zum lokalen Aussterben führt.
Die Strategie: Gärten in Wildtierkorridore verwandeln
Anstatt sich ausschließlich auf große Naturschutzgebiete zu konzentrieren, konzentriert sich der Trust auf die „menschliche“ Landschaft. Durch die Arbeit in Städten wie Farnham, Guildford und Dorking zielt die Kampagne darauf ab, private und gemeinschaftliche Räume in ein funktionierendes Netzwerk wildtierreicher Zonen zu verwandeln.
Der 40.000-Pfund-Fonds wird in mehrere wichtige Säulen fließen:
- Community Empowerment: Unterstützung von Schulen, örtlichen Landbesitzern und Gemeindegruppen beim Aufbau und der Erhaltung ihrer eigenen Lebensräume.
- Habitatkonnektivität: Förderung der Schaffung von „Igelautobahnen“ – kleinen Lücken in Zäunen, die es kleinen Säugetieren ermöglichen, sich zwischen Gärten zu bewegen – und Bereitstellung von Nistplätzen für Vögel.
- Biodiversitätsfreundliche Gartenarbeit: Förderung insektenreicher Bepflanzung zur Unterstützung von Bestäubern und zur Wiederherstellung des „Lebens“ lokaler Ökosysteme.
- Bildung und Jugendengagement: Investitionen in Programme, um sicherzustellen, dass die nächste Generation über die Werkzeuge und das Wissen verfügt, um die Natur zu Hause zu verwalten.
- Citizen Science: Schulung der Bewohner in der Durchführung einfacher Bevölkerungserhebungen und der Aufzeichnung von Artendaten, um dem Trust wichtige Informationen zur Verfolgung der ökologischen Erholung zu liefern.
Warum das wichtig ist
Diese Kampagne stellt einen Wandel in der Naturschutzphilosophie dar: vom Schutz isolierter Naturgebiete hin zur Integration der Tierwelt in das Gefüge menschlicher Lebensräume. Durch die Umwandlung von Gärten in „Trittsteine“ hofft der Trust, ein kontinuierliches Lebensnetz zu schaffen, das es Arten ermöglicht, zu wandern und sich an veränderte Umgebungen anzupassen.
„Schon seit Menschengedenken waren unsere Straßen, Parks und Gärten voller summender Insekten, hüpfender Frösche, singender Vögel und geschäftiger Igel“, sagt Claire Harris vom Surrey Wildlife Trust. „Wenn mehr Menschen mit uns zusammenarbeiten … werden wir die Freuden und Vorteile, die die Natur bietet, in unser tägliches Leben zurückbringen.“
Schlussfolgerung
Durch die Überbrückung der Kluft zwischen städtischem Leben und der natürlichen Welt möchte der Surrey Wildlife Trust fragmentierte Gärten in einen einheitlichen Zufluchtsort für die aussterbenden Arten des Landkreises verwandeln.
