Die himmlischen Hunde von Winter Sky: So finden Sie Canis Major und Canis Minor

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Die himmlischen Hunde von Winter Sky: So finden Sie Canis Major und Canis Minor

In den Wintermonaten werden zwei markante Sternbilder – Canis Major (der große Hund) und Canis Minor (der kleine Hund) – am Abendhimmel sichtbar. Diese Muster sind nicht nur schön; Sie sind seit Jahrtausenden kulturell bedeutsam und mit Mythen, der Landwirtschaft und sogar dem Konzept der Zeitmessung verbunden.

Die Hunde ausfindig machen

Wenn Sie gegen 18 Uhr das Haus verlassen. Wenn die Dunkelheit hereinbricht, können Sie die erste Markierung leicht erkennen: Murzam, ein Stern 2. Größe, der etwa 30 Grad südlich von genau östlich aufgeht. Stellen Sie sich vor, Sie halten Ihre geballte Faust auf Armlänge (ca. 10 Grad); Drei Fäuste rechts von Osten bringen dich dorthin. Alternativ können Sie eine imaginäre Linie durch Bellatrix im Orion und Alnitak (Orions Gürtel) verlängern und ihre Länge verdoppeln, um Murzam zu finden.

Nur 17 Minuten später wird der hellste Stern am Himmel, Sirius, als Teil von Canis Major aufgehen. Procyon, der hellste Stern des Canis Minor, erscheint noch früher, etwa 25 Minuten vor Sirius. Im Laufe der Nacht erscheint Procyon jedoch hinter Sirius am Südhimmel.

Antike Ursprünge: Die Hundetage und der Nil

Die Alten beobachteten diese Sterne aus einem bestimmten Grund genau. Insbesondere der Aufgang des Sirius war einst mit den heißesten und feuchtesten Sommertagen verbunden, daher der Begriff „Hundstage“. Die Alten glaubten, dass Sirius die Sonnenwärme verstärkte und Dürre und Pest verursachte.

Noch wichtiger ist, dass die Ägypter Sirius verehrten, weil sein heliakischer Aufgang (erste Sichtbarkeit vor Sonnenaufgang) mit der jährlichen Überschwemmung des Nils zusammenfiel, die für die Landwirtschaft von entscheidender Bedeutung war. Der Stern namens Sopdet galt als Göttin, die das Wasser herbeirief, und die Tempel waren auf seinen aufgehenden Punkt ausgerichtet. Die Korrelation war zufällig, aber für die Ägypter war sie ein Beweis für eine göttliche Verbindung.

Moderne Beobachtungen und verborgene Begleiter

Heute wissen wir, dass sowohl Sirius als auch Procyon schwache, dichte Begleiter haben: Weiße Zwerge. Sirius B, auch „Der Welpe“ genannt, hat ungefähr die Größe der Erde, hat aber fast die gleiche Masse wie unsere Sonne. Seine Dichte ist extrem; Ein Glas voll würde auf der Erde zehn Tonnen wiegen.

Astronomen vermuteten diese Begleiter erstmals im 19. Jahrhundert, als sie die leicht wellenförmigen Bahnen der Sterne beobachteten, was auf unsichtbare Gravitationseinflüsse hindeutete. Im Jahr 1862 beobachtete Alvan Clark als erster Sirius B mit einem Teleskop. Der Begleiter von Procyon wurde 1896 entdeckt. Die Existenz dieser Sterne beweist, dass selbst die hellsten Punkte am Himmel oft Teil komplexer Systeme sind.

Um 21:30 Uhr sind beide Hunde Canis Major und Canis Minor deutlich zu erkennen und streifen am südsüdöstlichen Himmel umher. Canis Major ist an Sirius, seinem schillernden, blau gefärbten Stern, zu erkennen, während Canis Minor aus Procyon und einem weiteren hellen Stern besteht.

Diese Himmelshunde erinnern daran, dass der Nachthimmel nicht nur eine Leinwand aus Licht ist, sondern ein Fenster in die alte Geschichte, kulturelle Überzeugungen und die verborgenen Wunder der Astrophysik.