Jerseys PFAS-Wasserkrise im Wert von 210 Millionen Pfund: Werden Forever-Chemikalien die Bank sprengen?

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Jersey Water ließ letzte Woche eine Bombe platzen. Sie warnten, dass die Entfernung von PFAS – diesen berüchtigten „ewigen Chemikalien“ – aus der Wasserversorgung der Insel mehr als 210 Millionen Pfund kosten könnte. Und das, bevor Sie die Jahre der Implementierung berücksichtigen. Das Ergebnis? Die Rechnungen der Kunden könnten in die Höhe schnellen.

Helier Smith, der Vorstandsvorsitzende, nahm kein Blatt vor den Mund. Er sagte, dass der Preis Ihre Wasserrechnung um 70 bis 710 % erhöhen könnte. Damit wäre Jersey der teuerste Ort der Welt für Wasser. Das will niemand. Am allerwenigsten Jersey Water.

Aber hier liegt die Spannung, die dem Umweltdilemma der Insel zugrunde liegt: Sicherheit vs. Zahlungsfähigkeit.

Die Wissenschaft und der Standard

Ein Abschlussbericht des unabhängigen wissenschaftlichen Beratungsgremiums für PFAS (Per- und Polyfluoralkylsubstanzen) ist eindeutig. Jersey Water hat die britischen Standards befolgt. Für Jersey reicht es jedoch möglicherweise nicht aus, sich an den britischen Standard zu halten.

Das Gremium empfahl einen deutlich strengeren Grenzwert: vier Nanogramm pro Liter Trinkwasser. Jersey verwendet derzeit die britische Richtlinie von zehn Nanogramm pro Liter. Das Gremium hält die britische Zahl für diesen speziellen Kontext für unpraktisch. Sie wollen eine lokale Definition. Eine engere Leine.

Warum ist es wichtig? PFAS werden nicht abgebaut. Sie bleiben hier. Für immer, effektiv. Es gibt eine damit verbundene Geschichte, dass diese Chemikalien schwerwiegende Gesundheitsprobleme verursachten. Nierenkrebs. Hodenkrebs. Sie möchten diese nicht in Ihrem Leitungswasser haben.

Jersey Water besteht darauf, dass das örtliche Wasser trinkbar ist. Sie stehen zu dieser Aussage. Sie sind sich jedoch auch einig, dass die Insel einen Rahmen zur Bewältigung der chemischen Präsenz benötigt. Ein Plan. Eine Strategie. Etwas Konkretes.

„Wir wollen eine Lösung finden, die verhältnismäßig und kostengünstig ist und die Rechnungen so niedrig wie möglich hält.“ — Helier Smith, CEO von Jersey Water

Wer bezahlt die Rechnung?

Der Preis des Problems ist die heiße Kartoffel. Die Minister unter der Leitung von Umweltsenatorin Mary Le Hegarat prüfen den Bericht noch immer. Sie versprechen noch in diesem Jahr eine „überlegte und evidenzbasierte“ Reaktion. Aber die Öffentlichkeit wartet nicht darauf, das Kleingedruckte zu lesen.

Die stellvertretende Hilary Jeune leitet das Umweltprüfungsgremium. Sie sagt, die Regierung müsse reinen Tisch machen. Sagen Sie den Menschen, wie sie das Risiko für die Inselbewohner gegen die Kosten der Lösungen abwägen können. Sie glaubt, das Wasser sei sicher. Aber es könnte sicherer sein. Die Öffentlichkeit muss wissen, wie das geschieht, ohne die Wirtschaft zu zerstören.

In Kreisen wie Water Awareness Jersey brodelt die Wut. Aktivisten wollen Taten. Schnelle Aktion. Und es geht ihnen um Gerechtigkeit. Warum sollte der Steuerzahler die Rechnung für Probleme bezahlen, die er nicht verursacht hat?

Die Kontamination hat eine Quelle. Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts wurde auf dem Brandübungsgelände des Flughafens PFA-haltiger Löschschaum eingesetzt. Es ist durchgesickert. Ins Nachbargebiet. In private Bohrlochversorgungen.

Letztes Jahr wurde das Ausmaß der Ölkatastrophe bekannt. Es war größer als irgendjemand dachte.

Auswirkungen der realen Welt auf Familien

Dabei handelt es sich nicht nur um Daten für Jersey Water. Es beeinflusst das tägliche Leben. Water Awareness Jersey drängt auf PFAS-Filter in öffentlichen Gebäuden. Schulen. Kindergärten. Die Kinder schützen.

Die Empfehlungen des Gremiums gehen über das bloße Trinken von Wasser hinaus. Sie schlagen vor, die Produktion von Eiern aus Freilandhaltung in den betroffenen Gebieten zu unterbinden. Regelmäßige Kartoffeltests auch an kontaminierten Stellen. Lebensmittelsicherheit ist ein Teil des Puzzles.

Die Zeitachse ist ein weiterer Reibungspunkt. Ian Cousins, der Umweltexperte des Gremiums, untersuchte andere Orte, an denen ähnliche Maßnahmen ergriffen wurden. Dafür brauchten sie drei bis fünf Jahre.

Der Preis von Jersey Water in Höhe von 210 Millionen Pfund setzt den Bau einer neuen Kläranlage von Grund auf voraus. Cousins ​​nennt dies eine „Übertreibung“. Er argumentiert, dass kostengünstigere Berechnungen – basierend auf der Nachrüstung bestehender Anlagen – sinnvoller seien. Der Aufbau einer neuen Infrastruktur kostet Zeit und Geld. Es ist günstiger, das zu optimieren, was bereits vorhanden ist. Schneller.

Jersey Water testet derzeit verschiedene Reduzierungsmethoden. Ergebnisse werden im nächsten Jahr erwartet.

Das Urteil?

Die Minister werden im Laufe des Jahres detaillierter auf den Bericht eingehen. Der wissenschaftliche Beirat hat gesprochen. Der Energieversorger warnte vor dem finanziellen Ruin. Die Aktivisten marschieren.

Was ist der Mittelweg? Eine kostengünstige Lösung, die Wasser erschwinglich, aber sicher hält. Eine Retrofit-Strategie, die das Budget respektiert und gleichzeitig strengere Sicherheitsgrenzwerte einhält. In der Theorie scheint es offensichtlich. In der Praxis drehen sich die politischen und finanziellen Getriebe langsam.

Werden die Rechnungen steigen? Werden die Filter vor den Schultoren eingesetzt? Wir werden es nicht genau wissen, bis die Regierung ihre „überlegte“ Reaktion abgeschlossen hat. Eines ist sicher. Die ewigen Chemikalien sind da. Und sie sind teuer.

Es bleibt die Frage, ob Jersey es sich leisten kann, in puncto Wasserreinheit ein globaler Spitzenreiter zu sein, ohne dass seinen Bewohnern genau die Ressource, die sie benötigen, entzogen wird. Die Rechnung ist hart. Die Ethik ist klarer. Jetzt warten wir ab, welche Seite des Arguments das Finanzministerium unterstützt.