Wissenschaftler fanden etwas Besorgniserregendes.
Leichte Herzbeschwerden gehen mit winzigen, mikroskopisch kleinen Anzeichen einer Schädigung im Gehirn einher.
Die neue Studie, die am Montag (6. Juli) im Journal of Neuroscience veröffentlicht wurde, konnte keinen Kausalzusammenhang beweisen. Das würde mehr Arbeit erfordern. Es stärkte jedoch die Vorstellung, dass die Aufrechterhaltung der Verbindung zwischen Gehirn und Herz für ein gutes Altern nicht verhandelbar ist.
Ein gesunder Lebensstil, der das Herz-Kreislauf-System schützt, kommt dem Gehirn ebenso zugute wie dem Herzen.
Das ist Dr. Jan Scheitz. Er leitet das Brain-Heart Lab an der Universitätsklinik Charité in Berlin und war nicht Teil der Studie, aber er bekommt es.
Bewahren Sie den Link auf. Bewahren Sie die Erinnerung.
Warum das jetzt wichtig ist
Ärzte könnten bald routinemäßige Herztests einsetzen, um Gedächtnisrisiken frühzeitig zu erkennen.
Dr.
Das Gehirn zeigt subtile Veränderungen auf Gewebeebene, die mit einer Herzfunktionsstörung zusammenhängen, bevor irgendjemand bei einem Scan eine Schrumpfung bemerkt. Oder klinische Demenz.
Wir wussten, dass Herz und Gehirn miteinander reden.
Wenn sie aufhören, gut zuzuhören, folgen Denkprobleme.
Herzinsuffizienz, Vorhofflimmern, Herzinfarkte. Sie alle schränken den Blutfluss ein. Sie lösen chronische Entzündungen aus. Diese Kombination bringt das Gehirn zum Kochen und führt schließlich zu Demenz.
Doch Wissenschaftler betrachteten nur Menschen, die bereits erkrankt waren.
Sie ignorierten die stillen Veränderungen, die zuvor stattgefunden hatten.
Die Daten
73 Patienten. Sie gingen zum Herzzentrum Leipzig und klagten über Herzprobleme. Einige hatten eine bestätigte koronare Herzkrankheit oder Herzinsuffizienz.
95 Kontrollteilnehmer. Keine Symptome. Gesund.
Die Forscher haben gemessen, wie stark ihr Herz zu Beginn schlug.
Dann warteten sie.
Es vergingen etwa 3,5 Jahre.
Die Gruppe kam für kognitive Tests zurück. Sie bekamen MRTs. Eine strukturelle Momentaufnahme.
Hier ist der Clou.
Teilnehmer, deren Herz zu Studienbeginn weniger effizient pumpte, zeigten später mehr Gewebeschäden in ihrer grauen Substanz.
Es spielte keine Rolle, ob bei ihnen eine Herzinsuffizienz diagnostiziert wurde. Die schwache Pumpe reichte.
Kognitive Tests wurden nur bei den 73 Herzpatienten durchgeführt. Die Batterie deckte Aufmerksamkeit, exekutive Funktion und Lernen ab. Und Erinnerung.
Das Gedächtnis war der einzige Bereich, der mit schwachem Pumpen verbunden war.
Ein schwacher Pump bedeutete mehr mikroskopische Schäden in speicherzentrierten Regionen. Diese Änderungen entsprachen niedrigeren Testergebnissen.
Vom Herzen ausgeschüttete Stresshormone korrelierten auch mit dem Ausmaß der Hirnschädigung. Dieser Zusammenhang zeigte sich jedoch nur bei Menschen, die bereits an einer klinischen Herzinsuffizienz litten.
Überraschender Befund
Was hat Zhang überrascht?
Leichte Verringerungen der Pumpleistung im Zusammenhang mit späteren Gehirnveränderungen, selbst bei Menschen, die die strengen medizinischen Kriterien für Herzinsuffizienz nicht erfüllten.
Ihr Herz kann also „grenzwertig“ krank sein. Ihr Gehirn zahlt den Preis.
Eine Einschränkung natürlich.
Zu Beginn machten die Forscher keine MRT-Scans.
Wir wissen nicht, ob dieser Mikroschaden schon am ersten Tag vorhanden war. Darauf hat Dr. Scheitz hingewiesen. Zhangs Team plant, dieses Problem in zukünftigen Arbeiten zu beheben, indem es die Teilnehmer über mehrere Zeitpunkte hinweg verfolgt.
Sie wollen eine Replikation in größeren Kohorten. Präzisere Daten darüber, wie sich Herzfunktion und Gehirnmikrostruktur gemeinsam verändern.
Nicht unbedingt Alzheimer
Die bei diesen 73 Patienten festgestellten Schäden traten in für das Gedächtnis kritischen Regionen auf. Dieselben Stellen werden bei der Alzheimer-Krankheit zerstört.
Zhang schlägt vor, dass dies einen Weg identifiziert. Eine schlechtere Herzfunktion trägt zu Gedächtnisproblemen bei.
Aber keine Panik.
Solange wir sie nicht direkt testen, können wir nicht sagen, dass diese MRT-Veränderungen speziell auf ein Alzheimer-Risiko hinweisen. Das Team hat keine Alzheimer-bezogenen Proteine gemessen.
Wir können einfach nicht den Schluss ziehen, dass die Patienten die Krankheit entwickeln.
Was können wir sagen? Übung.
In der Studie wurde das Training nicht direkt getestet. Aber die Ergebnisse erklären, warum es den Kopf frei hält, wenn man aktiv bleibt.
Regelmäßige Bewegung unterstützt die Gefäßgesundheit und die Regulierung des zerebralen Blutflusses und trägt so dazu bei, das Gehirngewebe langfristig zu schützen.
Pumpen Sie weiter. Denken Sie weiter.
