Wasserdampf ist überall. Es liegt in den Wolken. Es entspringt den Kühltürmen von Kernkraftwerken. Es wirkt als starkes Treibhausgas.
Tatsächlich ist es der stärkste Treiber des Treibhauseffekts auf der Erde. Wasserdampf macht etwa 60 % der natürlichen Wärmespeicherung des Planeten aus. Wenn man die Wärmespeicherkapazität der Wolken selbst mit einbezieht, steigt diese Zahl auf fast 90 %.
Aber hier ist der Haken.
Der Mensch pumpt diesen Dampf auf keine sinnvolle Weise direkt in den Himmel. Der überwiegende Teil des atmosphärischen Wasserdampfs stammt aus natürlichen Kreisläufen. Verdunstung aus Ozeanen, Seen und Böden. Transpiration von Pflanzen. Dieser natürliche Kreislauf ist unerlässlich. Ohne sie würde die Durchschnittstemperatur der Erde auf -18 °C sinken. Wir wären ein gefrorener Fels.
Warum machen wir uns also keine Sorgen über Atomdampf?
Zeit ist der Faktor. Wasserdampf ist flüchtig. Es verbleibt nur wenige Tage in der Atmosphäre, bevor es kondensiert und als Regen oder Schnee auf die Erde zurückfällt. Vergleichen Sie das mit Kohlendioxid. CO2 bleibt etwa ein Jahrhundert lang bestehen. Es baut sich auf. Es sammelt sich an.
Da Wasserdampf eine so kurze Lebensdauer hat, spielen die menschlichen Emissionen von Wasserdampf für den langfristigen Erwärmungstrend eine vernachlässigbare Rolle. Wir fügen nicht genug davon hinzu, um das globale Gleichgewicht zu verändern. Der Treibhauseffekt von Wasserdampf ist eine Rückkopplungsschleife und keine Hauptursache der aktuellen Klimakrise.
Der wahre Übeltäter bleiben die Gase, die in der Umgebung verbleiben.



























